AKTUELL > Personelles > 
25.4.2018 : 6:56 : +0200


Univ.-Prof. Dr. Herbert Killian verstorben

Der Nestor der Forstgeschichte in Österreich und langjährige wissenschaftliche Vertreter dieses Fachgebiets an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Univ.-Prof. Dr. Herbert Killian, ist am 26. Juni 2017 im 91. Lebensjahr verstorben. 1926 in Korneuburg geboren, wollte Killian nach 1945 die Matura nachholen, doch wenige Tage vorher wurde er von der russischen Besatzungsmacht verhaftet, nach Sibirien geschickt und von dort kehrte er erst 1953 zurück.

 

1954 begann Herbert Killian als Forstpraktikant in Niederösterreich und wechselte 1955 an die Forstliche Bundesversuchsanstalt, das heutige  Bundesforschungszentrum für Wald (BFW). Nebenberuflich studierte er Geschichte und Volkskunde an der Universität Wien, promovierte zur Geschichte des Augustinerklosters Mariabrunn und darauf folgte 1978 der erste Lehrauftrag für Forstgeschichte an der BOKU. Er übernahm 1981 die Abteilung für Forstgeschichte am BFW, der er bis 1990 vorstand.

 

Unter Killian erlangte die Forstgeschichte ihre universitäre Anerkennung als eigenständiges wissenschaftliches Fachgebiet. Vor allem das sehr umfangreiche Werk von eigenen Publikationen und die Gründung der Zeitschrift News of Forest History, aber auch die Diplomarbeiten und Dissertationen, die Herbert Killian als Mentor zahlreicher Forststudentinnen und –akademiker betreute, bildeten das Fundament für die universitäre Etablierung der Forstgeschichte in Österreich.

Gemäß seinem Geschichtsverständnis ist Geschichte nicht tote Vergangenheit, sondern die faszinierende Gegenwart unserer Vorfahren. Killian wurde am 6. Juli 2017 in Wien beerdigt.




Verleihung des Josef-Ressel-Forstpreises 2016

Umweltminister Andrä Rupprechter und der Verein zur Förderung des Forstwesens haben am 24. November 2016,  besondere Leistungen für den Wald, die Forstwirtschaft und die Weiterverarbeitung von Holz mit dem Ressel-Forstpreis prämiert.

Lisa Lehner hat den Jugendpreis für die Internationale Vernetzung von Forststudenten bekommen.

Die Auszeichnung für Praktikerinnen und Praktiker wurde an zwei Persönlichkeiten des Waldsektors vergeben: Peter Konrad, Forstunternehmer, sowie Dagmar Karisch-Gierer, Waldpädagogin und Forstwirtin.

Für sein Lebenswerk wurde der ehemalige Leiter des Institutes für Waldwachstum und Waldbau am Bundesforschungszentrum für Wald, Markus Neumann, ausgezeichnet.

"Der Wald ist ein wahres Multitalent. Er schützt uns vor Naturgefahren, liefert Energie und trägt zum Klimaschutz bei. Heute habe ich mich bei den Menschen bedankt, die sich besonders für den Lebensraum Wald einsetzen. Herzlichen Glückwunsch und danke für das vorbildliche Engagement", betonte Rupprechter bei der Festveranstaltung.

 

Der Ressel-Forstpreis wurde heuer zum dritten Mal verliehen. Benannt ist die Auszeichnung nach dem österreichisch-böhmischen Forstbeamten Josef Ressel. Der Absolvent der ehemaligen Forstakademie Mariabrunn war auch als vielseitiger Erfinder - unter anderem der Schiffsschraube - erfolgreich. Nicht nur deshalb wird der Preis an Personen vergeben, die Kreativität, Innovation und besonderes Engagement in ihre Arbeit einbringen.

ForstAlumni gratuliert den PreisträgerInnen!