Informationen über aktuelle Entwicklungen, Erfolge und Problemfelder in der Forstwirtschaft
Woche des Waldes vom 11. bis 17. Juni 2012
: „WALD ist heiß…“
2012 ist das „Internationale Jahr der nachhaltigen Energie für alle“ und dieses Motto soll im Thema der Woche des Waldes 2012 aufgegriffen werden.
Energie aus dem Wald ist hierbei in mehrerlei Hinsicht zu verstehen: Zum einen wird Holz thermisch genutzt (Wald als Biomasseproduzent), zum anderen tankt der Erholungssuchende neue (Lebens-)Energie im Wald. Der Wald kann auch (zerstörerische) Energie bremsen oder mildern - hier kann auf den Schutz vor Naturgefahren Bezug genommen werden
Aus dem Rohstoff Holz lässt sich einiges machen: Fasern für hochwertige Gewebe und Stoffe und somit Bekleidung aller Art: Holz ist (in) Mode; neuartige Werkstoffe (z. B. Spritzgusstechnik, etc.) sowie die traditionellen und geläufigen Verwendungsarten. Hier bietet sich die Gelegenheit, neuartige und wenig bekannte Verwendungsmöglichkeiten des Rohstoffes Holz vor den Vorhang zu bringen.
Baum des Jahres 2012
Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes am Mittwoch 21.3.2012 präsentierte das Lebensministerium gemeinsam mit dem Kuratorium Wald die Broschüre zum „Baum des Jahres 2012“. Heuer wurde die Elsbeere (Sorbus torminalis) zum „Baum des Jahres“ auserkoren. (Quelle: BMLFUW - Pressetext). Weitere Informationen bietet der Newsletter des Kuratoriums Wald (hier klicken).
Elsbeere (Sorbus torminalis) in Österreich - eine Rarität?!
Die Elsbeere ist in den Laubwäldern West-, Süd- und Zentraleuropas zu Hause, besiedelt Teile Nordafrikas, Kleinasiens und des Kaukasus, gehört zur Familie der Rosengewächse, wird 200 bis 300 Jahre alt, erreicht manchmal Durchmesser von über einem Meter und Höhen über 30 Meter: Die Rede ist vom Elsbeerbaum, der warme und sonnige Hänge bevorzugt und sich auf nährstoffreichen, tiefgründigen, zumeist kalkhaltigen und gut durchlüfteten Böden am besten entwickelt.
In Österreich ist dieses "Juwel" europäischer Wälder im pannonischen Raum mäßig häufig, in Oberösterreich und Tirol selten und in anderen Bundesländern zerstreut zu finden. Elsbeere, die im Volksmund auch Adlitzbeere, Adlasbeer, Odlasbir oder Odlasbia genannt wird.
Nach Standort und Nutzung sind - ohne botanischen Unterschied - drei Vorkommensarten in Österreich zu unterscheiden:
1. Frei auf Wiesen stehende Elsbeerbäume im Elsbeer-Reich
Nur hier im Wienerwald in den Gemeinden des Elsbeer-Reiches haben sich alte, landschaftsprägende Solitärbäume in Wienerwaldwiesen stockend, erhalten. Diese werden auch durch die meist bäuerlichen Eigentümer beerntet. Die Früchte sind die Quelle für eine Anzahl hochwertiger Elsbeerprodukte.
2. Elsbeeren im Wald
Elsbeerbäume im Wald, egal ob am Waldrand oder im Bestandesinnern dienen und dienten bei entsprechender Pflege der Wertholzerzeugung. Das harte, schwere, zähe und elastische Holz des Baumes ist sehr begehrt. Es ist hell, weißlich-gelb bis rötlich-braun und ähnelt den Hölzern des Birnbaumes und des Speierlings, mit denen es mitunter unter dem Handelsnamen "Schweizer Birnbaum" vermarktet wird. Traditionell wurde es in Bereichen eingesetzt, wo mechanische Festigkeit wichtig war, beispielsweise wurden Spindeln von Weinpressen, Achsen und Radnaben aus Elsbeerholz erzeugt.
In jüngster Zeit sind Bedeutung und Wert der seltenen Elsbeere als Nutzholz enorm gestiegen. Für qualitativ hochwertiges Möbel- und Furnierholz werden gegenwärtig Spitzenpreise von bis zu 10.000 Euro pro Festmeter erzielt. Es empfiehlt sich deshalb, einzeln anfallende, qualitativ einwandfreie Elsbeer-Stämme bei Laubholzsubmissionen zu vermarkten oder gezielt Tischlern anzubieten, die auf die Herstellung von Unikat-Möbeln spezialisiert sind.
Das Holz ist auch für den Bau von Messgeräten hervorragend geeignet und ferner ein hochwertiges Drechsler- und Schnitzerholz. Dafür ist fast jedes Stück Elsbeerholz brauchbar! Also bitte keinesfalls "einheizen" oder zum Hackguthaufen legen .... .
3. Elsbeerbäume im städtischen und ländlichem Raum - in der Kulturlandschaft, als Naturdenkmal, in Naturparken, in Parks ...
Viel wird gepflanzt in Stadt und Land! Warum nicht auch Elsbeerbäume? Sie würden in fast ganz Österreich blühen und gedeihen. Elsbeeren bieten prächtige Bilder - von der Blüte bis zur bunten Herbstlaubfärbung und im Winter erfreuen sie uns mit einer gefälligen Kronenform. Vereinzelt sind diese bereits zu finden und da und dort sind sie auch als landschaftsprägendes Naturdenkmal ausgewiesen. Aber es ist noch viel Platz für Elsbeer-Bäume in unserer Kulturlandschaft! Auch bei Ihnen? .....
2012 steht die Elsbeere in Österreich im Mittelpunkt. Elsbeere = Baum des Jahres 2012! Eine Fülle an Aktivitäten sind geplant und in Vorbereitung.
Quelle: http://www.waldwissen.net/
Die bleibenste und nachhaltige Aktivität für Jede(n) ist die Mitwirkung an der Elsbeer-Patenschaft-Aktion!
Bei dieser wird mit dem Zuruf "Pflanzt Elsbeerbäume!" - auch gleich die Möglichkeit zur tatsächlichen Pflanzung - bei geringem finanziellen Aufwand - geboten.
Im Jahr 2012 werden Elsbeer-PatInnen gesucht. Als „Paten-Geschenk für diese seltene Schönheit“ wird die öffentlich wirksame Pflanzung einer Elsbeere und – ganz im Sinne von Patenschaften – auch das weitere Begleiten des Baumes erbeten!
Aufruf an alle Bürgermeister, Stadtgärtner, Innenhof- und (Landschafts)Garten-Besitzer, Garten- und Landschaftsplanungsbetriebe, Jäger, Land- & Forstwirte, Pfarren, Verschönerungsvereine u.v.a. – bereitet Euch selbst Freude: pflanzt Elsbeer-Bäume.
Fachliche Unterstützung, Rat und Hilfe bietet das Forst+Kultur-Netzwerk (E-Mail); „Natur im Garten“ sowie der im Juni 2007 gegründete „Verein zur Erhaltung, Pflege und Vermarktung der Elsbeere“ (Elsbeerverein).
Alles Wissenswerte über Rahmen, Kosten (fast keine!) und Abwicklung einer Elsbeer-Patenschaft entnehmen Sie dem Formblatt zur Anmeldung. Dieses kann hier heruntergeladen werden!
Quelle & Träger der Patenaktion: Elsbeerverein




